Pétanque

Pétanque - das Spiel kurz erklärt

Ausrüstung.

Drei Kugeln aus Stahl, ein hölzernes "Schweinchen" und ein handelsübliches Maßband - mehr benötigt man nicht. Fürs Freizeitspiel reichen preiswerte verchromte Kugeln, die meist in 6er-Sätzen von Spielzeugläden und Kaufhäusern angeboten werden. Im Wettkampf zugelassen sind hingegen nur Kugeln mit Gravuren (Hersteller- und Gewichtsangabe), die allein im Online-Handel erhältlich sind.

Teams.

Gespielt wird meist "2 gegen 2", also Doublette. Dann hat jeder drei Kugeln. Beim Triplette (3 gegen 3) hat jeder hingegen nur zwei Kugeln. Im selten gespielten Tête-à-tête treffen zwei Einzelspieler mit je drei Kugen aufeinander.

Das Gelände.

Geeignet ist jeder halbwegs befestigte Untergrund (Parkwege z. B.). Bei Wettkämpfen werden meist Spielfelder abgesteckt, die mindestens 3 x 13 m messen sollten.

Los geht's.

Ein Münzwurf entscheidet, welches Team beginnt. Das anziehende Team markiert einen Abwurfkreis (Durchmesser max. 50 cm) und wirft zunächst die kleine Zielkugel ("Schweinchen") auf 6 bis 10 Distanz sowie anschließend auch die erste Kugel, und zwar möglichst nah an die Zielkugel. Dann folgt der Gegner mit dem Versuch, seine Kugel noch näher zum Schweinchen zu platzieren. Er ist so lange an der Reihe, bis ihm dies gelungen ist. Im Zweifel wird gemessen, wessen Kugel am besten liegt.

So wird gepunktet.

Sind alle Kugeln gespielt, wird abgerechnet. Punkte erhält nur das Team, das die beste Kugel am Boden hat. Gehört die zweitbeste Kugel dem Gegner, gibt's nur einen Punkt. Ein Team kann also in einem Durchgang bis zu sechs Punkte machen, sofern seine sechs Kugeln allesamt näher zur Zielkugel liegen als die beste des Gegners.

So geht's weiter.

Das Team, das gepunktet hat, beginnt die nächste "Aufnahme": erst Abwurfkreis markieren, dann die Zielkugel werfen und die erste Kugel platzieren. Das Spiel gewinnt, wer zuerst 13 Punkte hat.

Schießen.

Dynamik erhält das Spiel, wenn die Teams versuchen, gegnerische Kugeln durch gezielte Schüsse aus der Nähe des Schweinchens zu entfernen. Bei perfekter Ausführung bleibt die Schusskugel an der Stelle der getroffenen Kugel liegen ("carreau sur place").

Boule oder Pétanque?

Im Alltag werden beide Begriffe ohne Unterschied verwendet. Genau genommen, ist "Boule" aber der Oberbegriff für alle möglichen Kugelspiele, darunter das italienische Boccia, das Jeu provençal, das englische Bowls - und eben Pétanque. Dem Wortursprung nach bedeutet Pétanque "fester Fuß"; tatsächlich müssen beim Wurf beide Füße solange Bodenkontakt halten, bis die geworfene Kugel den Boden berührt.

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